Der „Parcours du Design 2011“  -  4. Ausgabe

Das industrielle Design als Vektor der Entwicklung und der Wettbewerbs-Fähigkeit

Unter der Schirmherrschaft der Industrie- und Handelskammer Straßburg und Bas-Rhin findet vom 6. bis 11. Juni 2011 in Straßburg die vierte Ausgabe des „Parcours du Design“ statt.

Der Parcours du Design wurde bei den drei ersten Ausgaben als Biennale organisiert, wobei sich die Veranstaltung nun als jährlicher Event neu ausrichtet, wobei die industriellen und kommerziellen Bereiche voneinander getrennt werden. Im Jahr 2011 beschäftigt sich der Parcours du Design ausschließlich mit der Industrie und der Produktentwicklung. 2012 widmen sich dann die Experten des Designs und der Szenographie dem Bereich des Handels.

 

Ein Rendezvous für Fachleute

Diese neue Ausgabe, die sich an Fachleute aus Industrie, Design und Schulen richtet, soll das Berufsbild des Designers neu definieren, die industrielle Kreation fördern und Materialien und die Produktentwicklung ins rechte Licht rücken. Die behandelten Themen berücksichtigen alle Schritt der Entwicklung eines Produkts, von der Idee bis zum Vertrieb, über Forschung und Entwicklung, Marketing, Herstellung und Verpackung.

Fast 100 Unternehmen und Designer, aber auch Design- und Architektur-Schulen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz nehmen an diesem Rendezvous vom 6. bis 11. Juni teil.

Der Weg verläuft rund um Ausstellungen in der Stadt Straßburg und Besuchen bei Industrie-Unternehmen in der Region. Der „Parcours du Design“ bietet ebenfalls Konferenzen, Begegnungen, Animationen, spezielle Tage und Demonstrationen zum Thema Design. Dabei sind die Ausstellungen und bestimmte Konferenzen an den letzten beiden Tagen der Veranstaltung, am Freitag 10. und Samstag 11. Juni, auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

 

Die Notwendigkeit, begleitet zu werden

Zahlreiche Aktivitäten der IHK Straßburg und Bas-Rhin, darunter auch der Parcours du Design, der dieses Jahr vollständig der Industrie und der Produktentwicklung gewidmet ist, zielen auf eine Sensibilisierung der Unternehmen ab und sollen diese beim den Schritten begleiten, die ihnen oft schwierig erscheinen. Der Ansatz erfolgt je nach Reife des Unternehmens und berücksichtigt die Motivation und die Hindernisse für jedes Unternehmen, sowie die Breite des Bedarfs und der Erwartungen. In Form von Fallstudien, Erfahrungsberichten und Begegnungen haben die Fachleute Zugriff auf alle Schritte dieses Prozesses, ausgehend von den Ausgangsbedingungen bis hin zur Rentabilität der Investitionen.

Dieser Ansatz der IHK Straßburg und Bas-Rhin wird von der internationalen Studie der Politik gestützt, in der die Verwendung des Designs durch die Unternehmen vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie und Arbeit gefördert wird, was deutlich zeigt, dass die Unternehmen das Design in ihre Entwicklungs-Strategie integrieren müssen. Das Design fördert die Innovation, die wiederum die Wettbewerbs-Fähigkeit der Unternehmen national und international steigert. Das Design ermöglicht das Gewinnen neuer Kunden, die Positionierung auf neuen Märkten und die Abhebung vom Wettbewerb. Der Mehrwert wächst auch dadurch, dass das Design vor der Entwicklung erfolgt.

Die systematische Anwendung des Öko-Designs

Seit dem Parcours du Design 2009 ist das Öko-Design in der Konzeption und der Herstellung von Produkten heute zu einem unverzichtbaren Element geworden. Eine Untersuchung für die ADEME zeigt, dass von den betroffenen Unternehmen 39 % einen Ansatz des Öko-Designs verfolgen, 35 % dafür sensibilisiert sind, ohne allerdings aktiv geworden zu sein und 26 % geben an, sich nicht dafür zu interessieren.

Zwischen der Öko-Konzeption und dem Design ist das „Öko-Design“ also eine Notwendigkeit und eine Regel des gesunden Menschenverstands bei der Entwicklung, Herstellung und Markteinführung von Produkten geworden.

Programm

Ausstellungen, Konferenzen, thematische Führungen, Business-Meetings…

Brücken bauen zwischen Unternehmen, Designern und Schulen

Die Ausstellungen Industrie In der IHK Straßburg und Bas-Rhin

„Der Parcours des Produkts – wann bindet man einen Designer in der Produktentwicklung ein?“

Industrielle Unternehmen und Mittelständler, die mit einem externen Designer zusammen gearbeitet haben oder über eine eigene Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung verfügen, zeigen sich mit ihrer jüngsten Innovationen. Jedes Produkt ist mit einer Erklärung versehen, aus der die grundlegenden Überlegungen, die Motivation, die Mittel und das Ergebnis hervorgehen. Die Ausstellung ermöglicht somit festzustellen, an welcher Stelle der Designer eingreift und wie das Öko-Design in den Kreativ-Prozess integriert wird. Das Ziel dabei ist, den Unternehmenschef zu ermutigen, das Öko-Design in seine Herstellungskette einzubinden, um eine höhere Wettbewerbs-Fähigkeit zu erzielen, um seine Herstellung neu auszurichten oder um neue Märkte zu erobern.

Fünf Einzelbereiche, darunter die Motivation, die Erwartungen und das aktuelle Engagement werden dargestellt: Innen-Design, Lebensmittelbranche, Mechanik & Automobil, Elektrizität & Elektronik sowie Materialien. Der letzte Bereich wird durch eine Ausstellung der „Innovathek“ mit dem Titel „Zu kultivierende Materialien" dargestellt, die zu einer regionalen Forschungsarbeit zu einer „Materialien-Ausstellung“, in der verschiedene Materialien und deren Besonderheiten, physikalischen Eigenschaften und ihre Einsatzbereiche vorgestellt werden.

Rund um die Hauptausstellung: Ein Bereich „Digitale Kette“ zeigt das Know-How der verschiedenen Berufe in diesem Tätigkeitsbereich (Bildbearbeitung 3D, Plattform für virtuelle Realität, Touchpads etc…). Ein Textil-Workshop zeigt Modelle und Prototypen, die in der Zusammenarbeit zwischen Designern und Unternehmen entstanden sind.

Sie erhalten Ende März eine detaillierte Präsentation der Unternehmen und ihrer Produkte in den verschiedenen Bereichen.

 

Im Saal Mozart

„Design am Oberrhein“ unter dem Zeichen „Design & Co“

Dieser Ausstellungsbereich ist der Förderung des Designs am Oberrhein gewidmet. Workshops der sieben französischen Schulen für Design und Architektur und der sechs Einrichtungen aus Deutschland und der Schweiz finden zu den verschiedenen Themen statt: Kreativität, Entwicklung, Kontext.

Weitere Arbeiten der Studenten der Hochschule für Dekorative Künste in Straßburg werden in der „Chaufferie“ zum Thema der Zerbrechlichkeit ausgestellt.

 

In der Mediathek Malraux

„Ein anderer Blick auf das Design“

Junge Designer zeigen ihre Projekte und Prototypen, von denen einige von den Besuchern benutzt werden können, während andere den Raum auskleiden… Diese Präsentation ihrer Kompetenzen wir den Studenten ebenfalls ermöglichen, mit potentiellen Herstellern in Kontakt zu kommen.

 

Im Generalrat des Bas-Rhin

„Beruf: Designer“ - Ergebnisse der Workshops in den Mittelschulen

Mittelschulen, junge Designer und Unternehmen haben bei der Gestaltung dieser Workshops zusammen mit dem Ziel zusammen gearbeitet, den Schülern einen ersten Einblick in den Beruf des Designers zu geben. Die Mittelschule von Wissembourg, das Unternehmen Etesia und zwei Designer der Schule Le Corbusier – die Mittelschule von Wingen-sur-Moder, das Unternehmen Lalique und zwei Designer der Universität Straßburg – die Mittelschule von Châtenois, das Unternehmen Hartmann und zwei Designer der ESAD zeigen die Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit.

 

Im Vaisseau

„Malwettbewerb in den Grundschulen“

Im Rahmen des „Parcours du Design“ organisieren das Schulamt des Bas-Rhin und das Vaisseau einen Malwettbewerb in den Grundschulen des Departements. Die Preisverleihung für die Gewinner findet am Mittwoch, 8. Juni statt. Workshops rund um das Berufsbild des Designers und für die Öffentlichkeit werden unter dem Titel „Freie Fahrt für einen Designer“ organisiert.

 

Konferenzen, thematische Führungen, Business-Meetings, Empfang ausländischer Delegationen…

Diese finden während des gesamten Parcours du Design 2011 zu verschiedenen Themen wie dem Öko-Design, der Kreativität, dem Design in Deutschland und der Schweiz, dem Design als Wettbewerbs-Vorteil und anderen statt…